Überlegungen vor dem Kauf!

 

 

Vor der Anschaffung eines Hundes sollten Sie sich einige Gedanken machen über die Verantwortung, die Sie übernehmen, und über die Konsequnzen, die ein Hund für ihr Leben bedeutet.Wenn Sie sich einen Cocker anschaffen wollen, sollte die ganze Familie in diesen Schritt einbezogen werden.Die Hausfrau sollten bedenken, dass ein Cocker ein langhaariger Hund ist, der das ganze Jahr über Haare verliert.Vom Ursprung her ist der Cocker ein Jagdhund und benötigt deshalb viel Bewegung, d.h. ein bis zwei Stunden Freilauf am Tag, am liebsten verbunden mit einem kurzen Abstecher in irgendein Gewässer (Cocker wollen jedes Wasser mindestens berühren) oder zumindest in ein Gebüsch.Dies alles erfordert eine aufwändige Fellpflege und oftmals nach einem Spaziergang eine funktionstüchtige Dusche. Für diese Spaziergänge und die Pflege danach muss viel Zeit geopfert werden.

 

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Da der Cocker ein sehr intelligenter Hund ist, benötigt er viel Ansprache und Beschäftigung. Wenn Sie den ganzen Tag berufstätig sind, keine Zeit für ausgedehnte Spaziergänge haben oder sich zu wenig mit Ihrem Hund beschäftigen, wird er seelisch verkümmern. Wenn man diesen lebhaften, pfiffigen und eifrigen kleinen Hund kennt, gibt es kaum ein traurigeres Bild als das eines fetten, apathischen oder gar aggressiven und verfilzten Cockers.Leider ist aber genau dieses Bild auf den Straßen viel zu häufig zu sehen. Keiner dieser Hunde wurde allerdings so geboren.Falsche Haltung machte sie meist, ausgenommen der Hund ist krank, zu solch bedauernswerten Geschöpfen.Viel Zeit nimmt auch die Erziehung des neuen Kameraden in Anspruch. So sollte man nicht vergessen, dass der kleine kuschelige Welpe etwa alle zwei Stunden raus muss, bis er irgendwann stubenrein ist.Ebenso muss man mit Argusaugen über diesen kleinen Kerl wachen, da er zu Anfang alles, was er in sein Mäulchen nehmen kann, auch annagen wird.Sie sehen, dass man eine große Verantwortung übernimmt, wenn so ein kleiner Kerl ins Haus kommt. Diese Mühe, die Sie in Ihren neuen Freund investieren, wird er Ihnen allerdings mit viel Freude, Treue und unendlicher Liebe danken.

 

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Die Wahl des richtigen Züchters

 

Sie haben sich nach gründlicher Überlegung dazu entschlossen sich einen Cocker anzusschaffen? Nun stellt sich die Frage woher soll Ihr kleiner Begleiter kommen?Informieren sie sich bei den Rasseundeverbänden des VDH. Die Rassehundeverbände können ihnen jederzeit die Anschriften von Züchtern und gemeldete Welpen nennen. Gehen sie nur zu Züchtern des VDH, da die Rassehundeverbände ihre Züchter von Zuchtwarten überprüfen lassen, um eine gewissenhafte Zucht und Aufzucht zu gewährleisten. Leider boomt der Hundehandel immer noch. Gerade das Internet ermöglicht es gewissenlosen Vermehren ihre "Ware Hund" einer breiten Öffentlichkeit anzubieten. Ein gewissenhafter Züchter wird Sie mit vielen Fragen konfrontieren, um sich zu vergewissern, daß das Hundebaby bei Ihnen auch gut aufgehoben ist. Er wird Sie auch kennen lernen wollen bevor Sie einen Welpen von Ihm bekommen.Wenn sie Kontakt mit einem Züchter aufgenommen haben, besuchen sie ruhig die Welpenstube Ihres neuen Familienmitglieds. Dort haben Sie meist die Möglichkeit neben der Mutter auch die Verwandtschaft ihres zukünftigen Begleiters kennen zu lernen, in manchen Fällen auch den Vater. Auf jeden Fall kann ihnen der Züchter einiges über den Vater des Wurfes sagen.Kein guter Züchter wird etwas dagegen haben Ihnen seine Zuchtstätte und seine Hunde zu zeigen. Die Zuchtstätte sollte Ihnen angenehm sein, die Hunde gepflegt und munter und der Umgangston des Züchters zu seinen Hunden freundlich sein. Beobachten Sie die Welpen genau. Diese sollen zutraulich und neugierig sein, glänzende und wache Augen haben und einen gesunden Eindruck auf Sie machen. Gleiches gilt auch für die Mutterhündin und die anderen Tiere der Zuchstätte. Prüfen Sie die Zuchstätte genau und wenn Sie irgendwelche Zweifel haben, fragen Sie den Züchter oder nehmen Sie Abstand von der Zuchtstätte. Bedenken Sie, der Hund den Sie erwerben, soll einen guten Start ins Leben gehabt haben.

 

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Verantwortung

 

Vergessen Sie bitte nie, dass Sie an dem Tag, an dem ein Welpe in Ihr Haus kommt, die Verantwortung für sein Hundeleben übernehmen.Der Hund, als lebendes Wesen und als Rudeltier, kann nicht einfach in die Ecke gestellt und nur bei Bedarf hervorgeholt werden. Er ist 365 Tage im Jahr da und das etwa 12 Jahre lang, denn so lange dauert sein Leben durchschnittlich.In diesem gesamten Zeitraum sind wir als Besitzer für unseren Kameraden verantwortlich.Sei es nun, ob es um Erziehung, Pflege und Spaziergänge geht oder die täglichen Streichelstunden sowie den gemeinsamen Urlaub. Dies alles ist eine immense Verantwortung und Verpflichtung unserem vierbeinigen Freund gegenüber.Auch kostet der vierbeinige Freund viel Geld in seinem Hundeleben. Neben den Futterkosten fallen regelmäßige Impfungen, Wurmkuren und Tierarztbesuche an, wenn unser kleiner Freund einmal krank ist.Eine Haftpflichtversicherung ist ebenso unumgänglich wie die Hundesteuer.Die Erstausstattung, wie z.B. Näpfe, Leinen, Körbchen, Spielzeug, Kämme u.s.w. und ein fachgerechtes Trimmen müssen auch noch mit eingerechnet werden.Sie sehen also, dass der neue Hausgenosse neben seinem Kaufpreis auch regelmäßige Kosten verursacht, die Sie bedenken sollten. Sie sollten bereit sein, all diese Verpflichtungen und die Verantwortung gerne für Ihren Hund zu übernehmen, ohne dass Sie diese als Belastung empfinden.

 

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Erziehung

 

Die erste Frage stellt sich meist schon vor dem Kauf:"Wann ist der richtige Zeitpunkt, den Cocker zu erziehen?"Die Antwort hierauf ist recht einfach:"Sofort, wenn Ihr neuer Freund bei Ihnen einzieht!"Das heißt an sich zuerst einmal nicht mehr, als dass sich Ihr Hund an die Regeln im neuen Rudel gewöhnen und lernen soll, was verboten oder erlaubt ist.Dieses erreichen Sie mit viel Lob und mit konsequentem Abhalten von Verbotenem. Sie werden lernen Ihren kleinen Freund nicht aus den Augen zu lassen und ihn z.B. konsequent von dem Bücherregal, welches er mit Hingabe anfrisst, wegzuholen und ihn in den höchsten Tönen zu loben, wenn er stattdessen sein Spielzeug nimmt.Auch muss Ihr kleiner Freund z.B. zur Stubenreinheit erzogen werden, indem Sie ihn etwa alle zwei Stunden rausbringen und ihn überschwänglich loben, wenn er drau§en etwas macht und nicht auf Ihrem guten Wohnzimmerteppich.Aber verzweifeln Sie nicht. Jeder Hund lernt irgendwann, dass Pfützen bitte drau§en zu machen sind.Sie werden viel Geduld und Zeit brauchen, aber dies wird durch das Vertrauen und die Liebe, die Ihnen Ihr Freund entgegenbringt, reichlich belohnt werden.

 

 

Grundausstattung

 

Hierzu gehören Leine, Halsband und ein Anhänger mit unserer Telefon-Nummer, falls unser Hund einmal verloren geht, ein Futter- und ein Wassernapf (der Hund braucht immer frisches Wasser), Kämme und Bürste, Ohrenöl, ein Körbchen mit Decke, das an einer zugfreien Ecke stehen soll, so daß Ihr Cocker trotzdem die Wohnung überblicken kann, ein paar Büffelhautknochen und Latex-Spielzeug.