Geschichte des Cockers

 

Die Spaniels sind zweifellos eine der bekanntesten und ältesten Hunderassen Der Welt. Seit dem 14.Jahrhundert finden diese Hunde in der Geschichte immer wieder Erwähnung. Sie gelten als die Stammväter verschiedener neuer Rassen, so z.B. auch von Setter und Langhaardackel. Dr. Johannes Caius erwähnt in seinem bekannten Werk Of English Dogs, entstanden um 1570, Hunde, die das Wild aufstöberten, als "Setter", welche Wild an Land finden und den "Aquaiticus" oder "Spaniel", welcher Wild im Wasser findet. In ihrem Heimatland, Großbritannien, wurden schon sehr früh Spaniels für den Jagdgebrauch in verschiedenen Größen und mit unterschiedlichen Eigenschaften gezüchtet. Ab Anfang 1800 wurden die Rassen der Spaniels in „Sprining Spaniel“ und „Cocking Spaniel“ eingeteilt. Diese einteilung ergab sich aus dem unterschiedlichen Einsatzfeld der Rassen. Der „Cocking Spaniel“ war kleiner und wurde gerne auf die Jagd nach der Waldschnepfe, engl. Woodckock, eingesetzt. Daraus leitet sich vermutlich auch der heutige Name der Rasse „Cocker Spaniel“ ab.

 

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Welsh and English Cocker Spaniels, from Stonehenge on the Dog´, 1859

 

1879 wurde die Rasse offiziell im britischen Kennel Club registriert. Der erste eingetragene Hund, Ch. OBO, ist der Stammvater der heutigen planmäßigen Cockerzucht, insbesondere der einfarbigen Cocker.

 

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Ch. OBO

 

Der Spaniel von damals hat mit dem heutigen Spaniel nur noch wenig gemeinsam. Aus kurzläufigen, gedrungenen kleinen Hunde wurde unser heutiger Spaniel.
Zu seiner Zeit allerdings waren Ch. Obo und seine nachkommen gefeierte Champions.
Die frühe Entwicklung der Spanielzucht beinhaltet unter anderem große Zwingernamen wie z.b. „Rivington“ „Woodcock“, „Braeside“, „Bowlder“, „Falconers“ und „Of Ware“ welche entscheidenden Einfluss auf die frühe Spanielzucht hatten.

 

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Braeside Bustle

 

Den Grundstein für den „modernen Cocker“ legten Zwinger wie „Treetops“, „Sixshot“, „Scotswood“, „Astrawin“ „Broomleaf“ , „Lochranza“ und viele, viele mehr deren großartige Hunde man noch heute in den meisten Pedigrees wieder findet.

 

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Broomleaf pups, ca 1950   

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Treetops Talkie

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Sixshot Gobble The Turky

 

Viele wunderbare Hunde und der Einsatz vieler guter Züchter haben im laufe der Zeit dazu beigetragen das wir uns heute an diesem „kleinen, großartigen“ Hund erfreuen können. Leider hat, durch die Beliebtheit der Rasse, die Spanielzucht viele „Modetrents“ erlebt die sicher nicht nur zum besten der Rasse gewesen sind. Insbesondere die letzten 30Jahre sind geprägt von dem Wandel eines kompakten, lebhaften Jagdhundes zu einem eleganten Showhund.

 

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Sunglint of Sorbrook

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Lochranza Dancing Master

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Lochranza Man of Fashion

 

Mehr dazu können Sie unter „ Die hervorragendsten Cocker aller Zeiten“ nachlesen. Ein Artikel der auch heute noch, in meinen Augen, in weiten Teilen zutrifft.
Nach meiner Ansicht ist es höchste Zeit sich wieder zurück zu besinnen, und dem eleganten Showhund wieder ein wenig mehr von seinen Vorfahren mit auf den Weg zu geben. Es wird leider viel zu oft übersehen das der Spaniel, zurecht noch immer, zu den Gebrauchshunden zählt und somit auch das Gebäude und das Wesen haben sollte welches ihn seid Jahrhunderten als leistungsfähigen und liebevollen Begleiter mit einem unermüdlichen Eifer so beliebt gemacht hat.
Gefragt sind nun die Züchter, die die Rasse durch ihre Nachzuchten bestimmen, und vor allem die Richter, die durch die Vergabe der Titel den Trend in der Zucht festlegen.

 

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Bally Atom of Broomleaf
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Scotswood Warlord  
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Pickpocket of Misbourne